Englische Karpfen Methode

Englische Karpfen Methode

KARPFENFISCHEN engl. Methode

Zielgruppe :

alle Karpfenarten, Amur ( Grasfisch ) evtl. größere Weissfischarten wie Brachse oder Schleie

Was ist die engl. Methode ?

Beim Fischen mit der engl. Montage wird auch oft von der Selbsthakmethode oder Haarmontage gesprochen.

Der Unterschied zu ganz früher ist, dass man mit entsprechenden Ködern fischt und den Haken selbst hinter dem Köder frei lässt. Früher wurde der Haken bewusst in den Ködern „ versteckt „. Zum anderen fischt man mit relativ schweren Grundbleien.

Nun kann man natürlich, wie in vielen Fällen der Fischerei, stundenlang über Montagen und Technik philosophieren. Das muss nun mal so jetzt nicht sein.

Eine kurze Erklärung über den Sinn des freiliegenden Hakens, dem schweren Blei und dem berühmten „ Boilie „. Man kann natürlich auch andere Köder als einen Boilie verwenden, z.. Teig, harter Mais, Tigernüsse usw., usw….

Der Boilie selbst wird aus verschiedenen Substanzen hergestellt. Hier hat jeder Hersteller so seine Rezepte, z.B. Sojamehl oder Schrot, Maispulver,  Milchpulver, Weizenmehl, Wasser, Eier usw. ( daraus wird die Basis hergestellt ). Dazu kommen sehr intensive Geschmackstoffe und Anreizstoffe wie z.B. Curcuma, Chili, Hanf, Fischpartikel, Knoblauch, Muschel oder Krabbenpartikel usw.  Auch süße Stoffe wie Ananas, Erdbeere, Banane, Kakao werden als Geschmack verwendet. Zusätzlich ( und nun wird’s interessant ) kommen auch sogenannte Wertstoffe in die Basis, unter anderem Aminosäuren und Proteine, Vitamine, Mineralstoffe, usw. zum Schluss wird noch ein Farbstoff hinzu gegeben. Was aber ,wenn man es genau nimmt, dem Fisch völlig egal wäre.

Im Übrigen sind die Stoffe für das Wasser nicht schädlich, und mal abgesehen davon, es bleibt kaum was übrig. Die Karpfen fressen diese Köder mit vorliebe.

Der Fisch weiß von alle dem eigentlich nix.

Was er weiß ist…….

Riecht gut , schmeckt gut und tut gut

Zu den Proteinen sei vielleicht noch einiges zu sagen. Eiweißstoffe sind für Fische hochwertig, da sie an Kraft und Muskelaufbau dienen.                  ( Wir kennen  das ja eigentlich selbst so ).

Eiweiß, also Proteinwerte müssen im Körper erst noch gespalten werden. Diese nimmt ein Fisch durch Nahrung auf und produziert durch Eiweißspaltung Aminosäuren ( nicht essentielle Aminosäuren ). Bei der Aufnahme von essentiellen Aminosäuren braucht der Körper vom Fisch keine Eiweißspaltung mehr vornehmen, das heißt die Kraft und Muskulaturentwicklung findet schneller statt. Wie gesagt, riecht gut, schmeckt gut und tut gut……

Warum ist ein solches Boilie nun so effektiv auf den Fang von Karpfen und fängt so gezielt ?

Die Antwort ist kann einfach !

Wir gestalten durch dieses Boilie ( engl. gekocht ) eine sehr selektive Nahrungsaufnahme. Das Boilie ist relativ hart und fest, dadurch können die kleineren Weißfische mit diesem Köder nix anfangen. Das bedeutet, dass der Boilie solange liegen bleibt, bis ein Karpfen oder ähnliches diesen Köder nimmt. Bei Partikelködern fangen wir meistens vorher Rotaugen, Rotfedern Kaurauschen, Giebel und ähnliches.

Montage der Haarmethode:

 Also, das Geheimnis ist nix anderes als das gezielte Fischen auf die Karpfen. Von der Technik und Taktik gibt’s natürlich eine Vielzahl. Ich bringe mal die einfachste. Die engl. Selbsthakmethode….,

Hauptschnur so bei monofiler Schnur etwa 0,30 bis 0,35 mm, je nach Gewässer und welche „ Brocken „ zu erwarten sind. Auf die Hauptschnur machen wir einen Stopper ( am besten einen Faden, der ist fester ) und eine harte Perle.

Danach stecken wir ein Laufblei ( sogn. Karpfenbleie ) auf, kann auf ein Birnen oder Flachblei sein, hier sollte man dann aber einen Abstandshalter verwenden. Gewicht darf je nach Rute, Wurfweite usw. bis zu 100 gr. haben. ( 2 3/4 bis 3,5 LBS.

Als nächstes verwenden wir eine größere Gummiperle zum Schutz für den Knoten gegen das schwere Karpfenblei. Noch besser sind Knotenschutzhülsen, die das Gewicht vom  Blei dämpfen und gleichzeitig den gesamten Wirbel schützen.

Nun ziehen wir den Stopper ( in der Regel ) so auf 60  – 70 cm, vom Wirbel weg.

Danach nehmen wir das Haarvorfach und setzten es auf den Wirbel.

Rigsysteme

 

Beim Haarvorfach befindet sich VOR dem Haken eine Schlaufe, auf die der Boilie kommt.  ( Der Haken selbst bleibt also frei und wird NICHT versteckt ).

Verschieden Aufbau bzw. Aufsetzmöglichkeiten von Boilies auf dem Hair Rig. Wie man sieht kann man auch mal einen Boilie falsch aufziehen. Der Karpfen mag es wenn keine Kanten an den Boilies sind, damit er hier ein wenig “ lutschen und rucknuckeln “ kann.

Er liebt es diese Art von Prüfung des Köders…..

Unter Wasser passiert folgendes :

Der Karpfen erkennt den Boilie und beginnt zu prüfen. Er stellt sich z.T. mit den Brustflossen über den Köder und wedelt mit den Flossen. Oder große Karpfen blasen den Köder an, rollen auch mit dem Bauch über den Köder      ( Karpfen haben eine hohe Empfindlichkeit im Bauchbereich – sogennt. Geschmacksknospen ). Diese Überprüfung kann 2 – 3 Mal erfolgen.

Ein Köder der mit einem Haken bestückt ist, bewegt sich anders im Wasser als Partikel ohne Haken. Und genau das soll der freiliegende Haken machen. Keinen Argwohn aufkommen lassen.

Nach der Prüfung, saugt der Karpfen den Köder ein und zieht den Haken mit ins Maul. Jetzt erschrickt er und merkt, dass da was nicht stimmt und will den Köder ausspucken. Dabei nimmt er aber sofort eine Fluchtgeschwindigkeit auf und bevor er zum Ausspucken kommt, schlägt das Blei mit z. B. 70 gr. An den Stopper und der Haken winkelt sich ins Fischmaul. Das schöne an der Sache ist auch, dass der Karpfen den Köder mit dem Haken so gut wie nie schluckt, sondern der Haken befindet sich fast zu 100% immer im vorderen Maulwinkelbereich. Also eine sehr schonende Methode um auf Karpfen zu fischen, die nicht unbedingt aller getötet werden sollen.

So, anbei noch einige Montagezeichnungen usw.

 Montagebeispiel :

KarpfenrigsystemBolie am Rig

Versch,Karpfenrigs

Schwimmendes Rig

Schwimmendes Boilie ( Pop Up Rig ) Da wird,s ab Ende 2016 und 2017 ein paar neue Systemmöglichkeiten geben, die z.B. die Bebleiung im unteren Vorfachbereich überflüssig machen. Der Vorteil wird darin liegen, das durch die neuen Möglichkeiten das Pop Up Boilie perfekt nach oben kommt und nicht seitlich durch das Klemmblei versetzt wird. Die gesamte Fläche wird besser verteilt.

Wir teilen Euch das so etwa ab November / Dezember mit, möchten aber erst noch einige Tests durchführen.

Anfüttern und Anlocken

Eine umstritten Maßnahme und z.T. eine verbotene Maßnahme. Die Verbote, ehrlich gesagt, haben viele Fischer selbst verursacht. Man kann hier diskutieren wie man will, es trennen sich immer die Meinungen, und wie gesagt, meistens wird es maßlos übertrieben. Viele streuen in ein Gewässer, sagen wir mal 5 ha. , Partikel ein auf eine 20 und 30 qm große Fläche, und hören gar nicht auf damit. Mittendrin, irgendwo liegt der Köder und die wundern sich, dass nix beisst und kein „ Run „ kommt.

Der kommt sicherlich, aber meistens seit Ihr schon wieder weg.

Viel zu viel auf eine große Fläche !   –  FALSCH  –

Kommt auf den Punkt………,

und dann wird’s was, vor allem es geht schneller.

Wenn Ihr mit Futtermittel arbeitet und diese mit Euren Köder auf einen halben oder ganzen Quadratmeter bringt, dann geht das schneller, das Wasser wird nicht belastet und der Fisch nicht überfüttert.

Mit Erkennen der durch Sicht und Geruch den kleinen Futterplatz aufbauen

 

Partikel wie Hanf, Mais oder Maisbruch, Weizen, Kürbiskernbruch, Nüsse und Tigernüsse usw. können als Partikel für die Anfütterung verwendet werden.

Geht zum selber Mischen oder als Körnermix bereits zum Kaufen. Kostet noch nicht mal die Welt, und vor allen es bringt Euch wirklich den Fisch zum Köder.

 

Ein kleiner Fleck mit leckeren Anfütterpartikel und in der Mitte dass perfekte „ Leckerli „ als Köder für den Karpfen, dass klappt immer.

Zur Verwendung kann man  PVA – Beutel oder PVA – Netze bringen.

PVA ist ein im Wasser sich auflösendes Material, ohne schädlichen Rückstände oder dergleichen.

Das PVA Netz findet meistens Verwendung bei größeren Partikeln wie Mais oder komplette Boilies. Der PVA Beutel ( die gibt’s in verschiedenen Größen ) ist gut, wenn man kleinere Partikel benutzt, also z.B. Mais, Weizen, Hanf oder Bruchboilies ( zerdrückte Boilies ).

Ich selbst benutze gerne kleine Partikel. Hanf macht den Karpfen oder Grasfisch zum „ Predator „. Die lieben das Zeug und sind ganz wild darauf.

Mais und Weizen ist ohnehin bei Fischen beliebt, und zerdrückte Boilies sind Leckerlis, die auch noch gut riechen.

Diese kleinen Partikel locken zuerst die kleineren Fische an, wie Rotaugen, Brachsen, Güstern usw., und die großen sehen das die anderen was fressen und wollen auch ein Stück vom „ Kuchen „ und schon sind die da. Die kleineren kümmern sich um die Aufmerksamkeit und der Boilie kann als selektiver Köder nur vom Karpfen eingesaugt werden.

Wenn Ihr nun noch eine Handvoll Salz zum Befüllen der Partikelköder verwendet, wird’s noch interessanter, da das Salz im Wasser eine weiß/ graue Futterwolke abgibt und den Fisch ein sichtbares Zeichen gibt.

Befüllen eines PVA Beutel.

Grundsatz dafür……,

NUR trockene Partikel verwenden, da logischerweise Nässe den Beutel auflöst.

Wenn der Beutel komplett gefüllt ist, dann am besten mit einem PVA Strings zumachen. Klappt am besten zum Auswerfen.

Beutel zur Hälfte befüllen und anschließend Köder rein und auffüllen

Den Beutel bis zur Hälfte befüllen, und dann den Hakenköder rein. Nun wieder entsprechend auffüllen und mit PVA Strings ( sehen aus wie Kabelbinder und sind ebenfalls aus PVA ) zubinden, und schon kann die “ Tüte “ perfekt ausgeworfen und präsentiert werden.

Es kann durchaus sein, das der PVA an der Oberfläche für eine zeitlang schwimmt. Wenn Ihr dies vermeiden wollt, dann einfach ein paar kleine Löder in den Beutel stechen, damit enstprechend die Luft raus kann und dann sinkt er sofort.

Und so sieht das dann im Wasser aus, wenn sich der PVA Beutel und der Haltestring sich auflösen. Nach einer Weile ist vom PVA nichts mehr vorhanden.

Perfektion bringt den Fisch und vor allem sehr schnell an den Haken.

Pop Up Boilies………

Pop Up sind Boilies die schwimmen.  Also eignen die sich definitiv nicht um sie zum Anfüttern zu verwenden. Im Grund genommen gibt es die gleichen Boilies als Pop Up wie auch als Normal sinkende Boilies. Also die gleichen Geschmacks, Farb und Zutatenrichtungen.

Pop Up kommen meist zum Einsatz, wenn es um stark verschlammte Gewässer oder stark verkrautete Gewässer geht. Hier wird der Boilie also von Boden angehoben, um einen besseren Erkennungsbereich zu gewähren.

Wie hoch das Boilie vom Boden schweben soll, liegt ganz im Bereich der Vorfachlänge.

Es werden  Pop Up oft auch auf sehr kleine selective Futterplätze gelegt, um die Sichtbarkeit eines  „ Leckerlis“ besser zu verdeutlichen. Hier sollte man aber das Vorfach nicht so hoch machen. Es reichen 10 cm schwebend über den Partikelplatz.

Boilies als Pop Up werden nicht in Tüten angeboten, sondern in kleinen Dosen, da man diese ja definitiv nur als Fangköder benutzt. Oftmals findet man in diesen Dosen unterschiedliche Größen der Boilies und einen kleinen Dipzusatz. Den Pop Up in einen Dip zu setzten ist sehr gut, da er sich vom normalen Futter durch den Intensiven Geruch etwas abhebt.

Die Dip Zusätzte………

…. Werden oftmals unterschätzt und nicht verwendet. Vermutlich wegen des Preises. Für einen Dip muß man in etwa mit 8,50 bis 10,00 € rechnen. Allerdings hält der ewig und bis der Verbraucht ist, da ist Jahr dreimal rum.

WAS IST DER Dip ….,

Ein Geruchs – und Geschackszusatz in flüssiger und hoher Konzentration. Hoftmals 1 : 1000 und etwas zäh in seiner Konsistenz. Durch die Viskose des Zusatzes, hält auch die Flüssigkeit lange am Köder und verflüchtigt sich nicht so schnell.

Wenn Ihr die Boilies, egal ob Bodenboilies oder Pop Up in einen Dip taucht, dann sollte Ihr den oder die Boilies auf einen längeren Zeitraum eintauchen. Es reicht, wenn Ihr die Fangköder einen Tag vorher präpariert. Am besten geht das mit einer kleinen „ Ziptüte „ oder einen kleinen Beutel. Ihr gebt einige Fangboilies in die Tüte ( etwa 6 – 8 Stück ) und nun 1 – 2 Teellöffel vom Flüssigen Dip. Die Tüte schließen und das ganz etwas verrollen.

Interessant ist zum Beispiel das man oft die Fangköder als Geschmacksrichtung wählt und meistens den gleichen Dip als verstärktes Aroma.

Also , zum Beispiel Ananasgeschmack als Boilie und Ananasgeschmack als Dip.

Versucht mal einen fruchtigen Boilie, also z.B. Ananas mit einen würzigen Dip  z.B. mit Muschel, Thai und Chili ) zu verfeinern.

Die Fangergebnisse sind umwerfend.

Es liegt vermutlich daran, das die Karpfen gerne fruchtige und süße Sachen als Geruch mögen und wenn das ganze nun eine geschmackliche Würze bekommt wird es unwiderstehlich.

Man könnte das mit Pommes Frites vergleichen. Kartoffelgeschmack mit Salz und Ihr dipt das ganze noch in Ketchup oder Mayonnaise damit es richtig lecker wird.

Viel Spaß beim Dipen und Fangen……

Mit dieser Seite sind wir noch nicht ganz fertig.  Viel Arbeit und Fotografischer Aufwand verzögern die Sache. Wir bemühen uns möglichst schnell, und bevor die Saison anfängt sind wir fertig.