Raubfische und die Köder

Raubfische und die Köder

AUF RAUBFISCH……

Die Kunst der Verführung

Zielgruppe: Hecht, Zander, Barsch und auch Forellen usw………

Taktiken wie Spinfischen, Drop Shoten, Schleppfischen, Ansitzfischen mit toten Köderfisch usw. sind eigentlich bekannt und doch kann man dabei vieles falsch machen. Das meiste  ( ganz ehrlich ) was man auf dem Markt zu kaufen kriegt ist echt Schrott. Man wird oft z.B. bei Wobbler zum Kauf animiert, das sind Super Japan Wobbler. Und wenn man dann die Packung umdreht steht „ Made in China „ drauf.  Ganz ehrlich, das ist nicht fair. Man kauft ja auch nicht eine Dose Erbsen und dann sind Bohnen drin.

Es gilt in der Regel „ Locken und Reizen „.

Verführen heißt auch, Ihr habt den Köder an der Leine und Ihr müsst was draus machen, das diese Verführung funktioniert. Und wenn das ganze zu schnell, zu langsam oder ohne Bewegungspiel durch das Wasser gekurbelt wird, dann wird’s nix.

Eure Rute ist Euer Dirigentenstab……

Und da fängt meistens schon das Problem an, – Es werden Spitzenwobbler gekauft für 30,00 und 40,00 € und an irgendeinen 270cm langen, schwimmenden Wackelstab gehängt und durchs Wasser gezogen.

Wir haben mittlerweile perfekte und hoch entwickelte Köder, in perfekter Imitation und perfekten Laufverhalten. Das muss passen……

Eine Spinrute soll für das jeweilige Gewässer entsprechend die Länge haben,. Soll schnell in der Abfederung sein, eine sensible Spitze und hohe Straffung zum Handteil. Schneller und kräftigen Anschlagdruck, genügend Ringe mit optimaler Verteilung, leicht und geschmeidig; so soll Sie sein. Das kann man nicht durch ein Bild und einer Wurfgewichtsangabe kaufen. Das muss in die Hand und sich entsprechend anfühlen.

Und noch ein paar kleine Überlegungen….

Sommer, es ist warm und heiß. Was braucht der Fisch ? „ Sauerstoff „, Richtig und den findet er im Sommer unten, den kaltes Wasser bindet den Sauerstoff länger und oben bei 30 Grad ist er halt schneller weg. Also im Hochsommer runter mit den Ködern. Und Winter oder Spätherbst, da ist zwar der Sauerstoff da, aber runter mit den Ködern. Das Wasser ist nun unten wärmer und die Futterfische sitzen unten. Also ist der Räuber auch unten.  Außer Mittag, da wird das Wasser etwas wärmer und das Futter für die Raubfische steigt auf und der Hecht hinterher. Wenn Ihr in der kalten Jahreszeit auf die Raubfische angelt, und Ihr seit an einer Staumauer, fischt an der Staumauer.  Diese Mauer ist warm durch Wärmespeicherung z.B. durch Kraftwerksanlagen, oder durch die Sonne. Dort steht das Futter und die Raubfische ein Stück davor.

Im Frühjahr und Sommer auf Hecht und Barsch die Schilfkanten abfischen, da stehen die Räuber ( gerade der Hecht ), mit dicken Bauch voll Beute und will seine Ruhe und die Sonne genießen. Und dann kommt Ihr mit einem schönen bunten, auffälligen Köder, der auch noch Krach macht. Das nervt, und der Wutanfall ist perfekt und ein Angriff die einzige Lösung um das Ärgernis auszuschalten.

Der tote Köderfisch. Viele sagen immer, der tote Köderfisch bringt nix. Das stimmt so mal nicht. Man muss nur zur richtigen Zeit, das richtige System verwenden.

Im Hochsommer ist es tatsächlich so, dass die toten Köder nicht viel Erfolg bringen. Es sind halt nun mal Jäger und Jagdbeute ist im Sommer massenhaft vorhanden. In 10 Minuten ist der vollgefressen, dass heißt die Raubzüge im Sommer sind kürzer, viel kürzer.

Im Winter bzw. in der kalten Jahreszeit, hat er weniger zum Jagen und Fressen. Und er sucht länger nach Futter und unternimmt auch weitere Streifzüge als im Sommer.  Und weil er weniger an Nahrung hat, wird er anstelle jagen lieber leichte oder tote Beute fressen. Das verbraucht keine Energie und mit der muss er im Winter haushalten.

Ein frischer toter Köderfisch auf Grund, evtl. leicht angehoben verführt hier gerne. Nicht direkt am Ufer sondern so in den abfallenden Kanten auslegen.  Jedoch solltet hier hier einen nicht zu großen Einzelhaken verwenden und keinen Drilling. Er wird langsam die Beute fressen, schwimmt ihm ja nicht mehr weg. Und zu viel Eisen am Ende kann eine Scheuchwirkung erzielen. Den Einzelhaken am Ende in der Schwanzwurzel platzieren. Warten bis der Raubfisch richtig Fahrt aufnimmt und dann erst anschlagen.

Auch die Ködergröße spielt oft eine große Rolle über den Fang von z.B. einem großen Hecht, Zander oder Barsch.  Ein Hecht mit z.B. 10 kg. braucht halt auch entsprechend Beute damit der Magen voll ist. Warum soll ein Hecht beispielsweise 150 kleine Beutefischlein jagen, die im Jagdmodus eine Menge Energie kosten, wenn er das gleiche 3 bis 4 größeren Portionen erreichen kann. Ihr macht Euch ja auch nicht immer nur ein Stückerl Weißwurscht warm, sondern gleich die Ganze.

Eine alte Regel ist, je „ älter „ das Jahr wird um mehr muss der Köder „ mitwachsen „.

Abgesehen davon, wird immer wieder gejammert weil die Hechte die Forellen fressen und anknabbern. Also wenn die Forellen oftmals mit 30 cm und mehr gefressen werden, dann probiert halt mal Gummi Jigs oder Wobbler im Forellendesign mit Größen von 20 bis 30 cm

So, und nun wisst hier mal was ich meine, wenn ich sage, denkt mal nach was Ihr als Fisch machen würdet……

Nun zu den Köder……

Die Führung ist die Verführung

BLINKER

Die wohl bekanntesten Blinker sind die org. DAM Effzett Blinker. Ein breiter Löffel eignet sich hervorragend für die langsame Führung und darf auch mal einen kleinen Sekunden Stop mit schnellen Anlauf haben.

Vom Blinker profitiert Ihr, wenn seine spezifischen Eigenschaften gefragt sind. Gewicht für hohe Wurfweiten, Windschnittigkeit, Glanz und Reiz, taumelnde und kränklicher Bewegungsreiz. Durch das Taumeln entsteht zudem noch ein unterschiedlicher Lichtreflex. Ein langer und schlanker Löffel wie z.B. der Toby von ABU oder der Slim von DAM lassen sich hervorragend in der Strömung fischen.

Blinker

 

 

 

 

 

 

 

Doppelblinker wiederum erzeugen ein leichtes klappern unter Wasser. Sehr gute Variante für Hecht und Wels……

Dünne Blinker z.B. sind gut, wenn langsam geführt oder geschleppt werden soll. Nicht alle Blinker sind aus Eisen. Es gibt auch z.B. Perlmuttblinker. Echt Klasse Teile, aber man muss hier ein wenig mehr Kenntnisse haben, weil diese Blinker in unterschiedlichen Farben und Reflexen arbeiten. Hier muss der Lichteinfall, also die Sonne oder Trübheit der Wetterlage beachtet werden:

Der Nachteil ist, dass es wegen der Artenschutzverordnungen kaum mehr echten Perlmutt zum Verarbeiten gibt, und die künstlich nach gebauten usw. kann man vergessen. Wenn man irgendwo noch welche ergattert, zugreifen, allerdings richtig viel Geld kosten die.

So 25,00 bis 50,00 € sind da nicht selten.

Die leichten Blinker haben den Vorteil, vor allem beim Schleppen, das sie nicht so schnell auf Grund gehen und damit weniger im Kraut rumstochern.

 

 

 

 

 

 

 

SPINNER

Spinner sind gegenüber einen Blinker doch etwas aufwendiger gebaut. Sie bestehen aus Haken ( meistens ein Drilling ) , Spinnerachse, Gelenk, Gelenkkörper, Spinnerkörper und Spinnerblatt.

Die Spinnerblätter sind das A und O bei diesen Dingern…….

  • Das Weidenblatt z.B. ist ideal für schnelle Führung, tiefen Lauf und bestens für Strömungsbereiche
  • Das franz. Blatt , ein Allrounder, nicht zu schlank und nicht zu breit. Gibt in guten Qualitäten ( Effzett, Meeps, ABU usw. ) einen Druckreiz und Vibrationsgeräusche in Form von Sirren ab.
  • Das Wellenblatt, stark vibrierende Geräusche und durch die Wellenform einen sehr hohen optischen, reflektierenden Reiz.
  • Das breite Blatt, auch Colorado Blatt ist hervorragend für die gute Führung an der Oberfläche geeignet. Ein Klassiker….

Die Köderführung von Spinnern…..

Spinnerdrehung

Ist relativ einfach !

Auswerfen und einkurbeln. Ein Abstoppen, Anheben oder Absacken ist völlig wirkungslos bzw. meistens funktioniert es  auch nicht, weil sich die Spinner in den Schnüren verheddern. Flucht und Reiz ist hier angesagt, passend auf die Größe der zu befischende Fischart.

Hinweis :

Wenn Ihr einen Spinner an Eure Schnur bindet, evtl. noch direkt, ohne Vorfach also, und einen Clinchknoten verwendet, dann wird es passieren, dass die Hauptschnur von Euch im „ Eimer „ ist.

Der Spinner macht Drehungen, die er auf der Achse durchführt. Das Ganze ist so schnell, dass sich die Drehungen bei einem normalen Wirbel oder bei einer direkten Anbindung auf die Hauptschnur weiter bewegt. Das Resultat ist eine „ Zopfbildung „, die Ihr nicht mehr wegbekommt.

Also solltet Ihr z.b. eine Wirbelkette verwenden ( wie beim Sbirofischen ). Hier läuft sich die Drehung auf Grund der mehreren Wirbel tot, und Eure Schnur bleibt verschont. Wenn das auch nicht hilft ( kann bei manchen Spinnern vorkommen ), dann besorgt Ihr Euch ein Anti Drall Vorfach. Die Dinger helfen bestimmt.

Federn, Haare und Wolle……

Nicht schlecht das Zeug. Manchmal etwas teuerer als normale Spinner aber sehr gut. Es gibt diese Drillinge mit Federn usw. auch einzeln zu kaufen und so kann man diese sehr gut „ tunen „. Auch einfach Wolle anbinden usw. bringt oft den Erfolg. Die klassische Signalfarbe ist rot oder gelb.

Es gibt Drillinge mit einen „ Diamant „ im Hakenschenkel, die sind zum Tunen ebenfalls super. Die haben sich bereits bestens bewährt.

 

DER WOBBLER    Im englischen „ wackeln „ !

Auf dem Kunstködermarkt , besonders bei den Wobblern ist in den letzten Jahren der Markt explodiert. Vor allem bei den sogenannten „ Japan Wobblern „, die z.T. richtig teuer sind und wenn man dann die Packung aufmacht steht „ Made in China „ drauf. Bis zu 50,00 € kann man dafür ausgeben. Aber offen gesagt muss man nicht. Eigentlich wird der Wobbler vom Design mehr an Euch verkauft als für die Fische.

Ein Wobbler für 2,00 € vom Lidl, da wird allerdings meistens auch kein Schuh draus…..

Das Wichtigste am Wobbler ist mal als erstes sein Tiefgang…..

Hierzu ein Grundsatz: Je weiter die Schaufel nach oben geneigt ist, also waagerecht, umso tiefer läuft der Wobbler.

Je weiter die Schaufel nach unten zeigt, also senkrechter, umso flacher kommt der Wobbler.

 

 

 

 

Umso waagerechter und größer die Schaufel ist umso tiefer läuft der Wobbler……

Auch die Größe der Schaufel spielt eine Rolle wie tief der Wobbler abtaucht. Je länger und breiter umso tiefer kann er abtauchen. Manchmal bis zu 16 Meter. Viele dieser Wobbler besitzen Rasseln in Form von Stahlkugel. Perfekt um einen Hecht zu nerven und in Wut zu bringen.

Bei einem Wobbler spielt die Farbe oder das Muster sicherlich eine Rolle, aber die kommt erst an zweiter Stelle. Viel wichtiger ist, dass Ihr Wobbler nehmt, die zu Euren Gewässern passen. Also Wobbler mit entsprechenden Tiefen, Größen und ein von Euch gewünschtes Laufmuster haben. Und erst danach entscheidet Ihr Euch welche Farbe soll er haben. In den kalten Jahreszeiten und Wintermonaten Fischdesign wählen, oder weiß und weiß/ blau , und in den Frühjahrsphasen, also kurz nach Ihren Laichzeiten, wie auch in den Sommermonaten nehmt mal ruhig bunte Farben.               ( Firertiger oder Neongelb, vielleicht auch mal Pink ).

Es gibt Wobbler die einfach nur durchs Wasser schwimmen, also einfach ein Fisch der vor sich hinschwimmt. Wenn nun ein Räuber kommt,  dann würde ein echter Fisch Panik kriegen und abhauen. Nach links, nach rechts, nach unten usw. Er würde nicht einfach weiterwackeln. Und da kommt Eure Führung, also die Verführung  ins Spiel.

 

Andere Wobbler wiederum legen links und rechts leichte bis starke Flankierungen in Ihre Körper. ( Sehr verführerisch ) Es gibt auch Wobbler, die wenn man stoppt in Ihrer Tiefe stehen bleiben und nach einigen Sekunden mit leichten Körperzittern zu sinken beginnen ( > nennt man Suspender ).

Einige Wobbler sind so gebaut, dass Sie in Ihrem Lauf und der Führung verletzte und krankhafte Bewegungen durchführen. ( > Cranking Wobbler )

Es gibt mehrere Wobblerarten …..

Zum einem gibt es die schwimmenden Wobbler ( Floating )

Ein sehr vielseitiger und leicht zu führender Wobbler. Wenn man bei Einholen Pausen einlegt, steigt er nach oben  –  ein Signal fürs Zupacken.

Auch zum Schleppen ideal. Wenn das Boot steht , ( z. B. im Drill mit einer anderen Rute ) kommt er nach oben und man hat keine Hänger im Kraut. Wenn Ihr Kurven fahrt, und das solltet Ihr beim Schleppen, kommt der Innen laufende Wobbler rauf und der Außen Laufende erhält einen zusätzlichen Druck, wird schneller und aggressiver. Hier kommen oft die meisten Bisse, weil der Köder eine andere Flucht und Bewegung durchführt. Und das reizt halt sehr zum Zuschnappen.

Beim Flussangeln kann man die schwimmenden Wobbler mit der Strömung an z.T. schwer anzuwerfenden Plätzen eintreiben lassen um in dann auf dem Punkt einzuholen.

Als zweites gibt es sinkende Wobbler ( Sinking )

Diese Wobbler sind schwerer und werfen sich weiter.  Das ist vor allem ein großer Vorteil bei kleinen Mini Wobblern. Zum anderen beginnt er sofort zu fischen wenn er eintaucht und einholt wird. Ein schwimmender Wobbler braucht erst Anlauf. Und zum dritten, er erreicht so ziemlich alle relevanten Tiefen. Man muss Ihn nur absinken lassen und dran denken dass beim Einholen nun noch mal ein Tauchgang entsteht und Ihn in die Tiefe zwingt.

Als nächstes steht die Wahl an, ob der Wobbler einteilig oder mehrteilig sein soll.

Für einen zwei – oder mehrteiligen Wobbler spricht folgendes. Er arbeitet und wackelt schon beim langsamen Einholen. Er braucht also weniger Anlauf und Druck.

Das ist z.B. im Winter ein großer Vorteil, wenn die Fische in Ihrem Stoffwechsel noch sehr träge sind.  Dadurch, dass ein – oder mehrere Gelenke eingebaut sind, kann sich  der Fisch im Drill nicht so leicht aushebeln. Und ein letzter Grund ist, dass es auf dem Markt mehr schwimmende als sinkende Wobbler gibt. Das heisst , die meisten Angler werden einen schwimmenden Wobbler benutzen, und so kann in einem überfischten Gewässer der Vorteil bei den mehrteiligen Wobblern liegen.

Der einteilige Wobbler flankiert mehr und übt unter Wasser mehr Druckwellen aus, was für einen Räuber  über die Sinnes – und Sichtorgane einen hohen Reiz ausübt.

Er ist besser zu werfen, da er kompakter ist, und sich die oft bis zu drei Drillinge nicht so schnell ineinander oder in der Schnur verhaken. Die Auswahl von einteiligen Wobblern ist größer und man bekommt auch mehr von den hochrückigen Wobblermodellen, die sehr interessant im Naturdesign sind.

Schleppfischen mit Wobblern

Solltet Ihr mit mehreren Ruten fischen, dann nehmt bitte Wobbler mit unterschiedlichen Lauftiefen und unterschiedlicher Entfernung. Stellt eine Rute höher ein und die andere etwas tiefer. Ihr könnt auch unterschiedliche Rutenlängen dafür benutzen. Wenn Ihr nun Kurven fahrt, so kommen Euch die Schnüre nicht ins Gehege.

Am besten die Schnur so dünn wie möglich halten, vor allem wenn Ihr auf Tiefe fischt. Ideal dafür sind geflochtene  Schnüre mit enger Flechtung und höher Tragkraft. Damit ist weniger Druck auf der Schnur und das Laufverhaltung optimiert sich im Wobbler oder auch bei anderen Ködern.

Ruhig mal große Köder nehmen, den große Räuber bevorzugen auch große Beute. Das kostet Sie viel weniger Energie als wenn Sie 200 kleine Fischlein jagen müssten. Die Köder in einer Länge von 25 – 40 Meter hinter herschleppen und das ganze nicht zu schnell. Der Fisch soll ja noch hinterher kommen. Bei Seeforellen ist es anders, da kann es  gar nicht schnell genug sein.

Kleine Miniwobbler müssen wie kleine „ Angsthasen „ geführt werden. Zitternd, ängstlich und zappelig.

 

Kann man  1 bis 2 Sekunden stehen lassen, 2 bis 3 x kurz Zucken, ein Stück die Rute heben und kurz rütteln, anschleißend wieder eine schnelle Flucht nach und usw.

Abwechslung in die Führung bringen, dass bringt Bisse.

Im Sommer sind viele „ Neugeborene „ unterwegs, kann also sein das Hecht und Co. Sich auf diese Beute einstellen. Also Bremsen etwas weicher stellen, sonst ist der Rapalla Knoten gleich ab. Ihr müsst auch nicht weit werfen. Die meisten Beuteräuber stehen da wo das Futter ist, also direkt an den Kraut und Schilfzonen, da spielt das Leben und da gibt’s Futter.

 

 

Auch solche Frösche, die man mit Wasser befüllenkann sind hervorragend im Sommer und Frühjahr, wenn die Hechte im oder unter dem Kraut stehen. Sie lassen sich mit einer im Mittelteil steifen Rute perfekt führen. Ein leichtes Anheben der Rute mit einen Stop bei der “ Froschbewegung “ bringt kontrolliertes Führen und verführt perfekt zum Biss.

 

 

Übrigens Rapala Knoten…..

Der ja eigentlich Non Slip Knoten heisst, weil sich die Schlaufe nicht zu macht. Der beste Knoten für kleine Wobbler. Perfektes Laufspiel der Köder.

Das Stahlvorfach

Als Grundsatz solltet Ihr es auch ansehen, dass beim Raubfischangel, insbesondere beim Hecht ein Stahl Vorfach vorgeschaltet ist. Nehmt keinen Stahl der glitzert, also die mit Kunststoff ummantelten. Der Hecht sieht das….., Der 49 fädige Stahl ist Klasse wenn Ihr kleine bis mittlere Wobbler verwendet oder Spinner usw. Solltet Ihr aber mit großenj und z.T. tief laufenden Wobblern fischen denn nehmt einen 7 oder evtl. 19 fädigen Stahl. Der ist steifer, und bringt den großen Wobbler nicht so weit in die Links – und Rechtsbewegung. Das gibt oft Fehlangriffe. Der steife Stahl hält den großen Köder in einer engeren Führung. Ihr könnt auch sogt. Spinnerstangen verwenden. Oder wenn Ihr es in sehr klaren Gewässer sehr unauffällig machen wollt, nehmt Fluo Carbon Hard Mono. Kann man zum Teil binden und auf jeden Fall mit Quetschhülen vberarbeiten. Das Zeug ist bissfest und wirklich nicht mehr sichtbar.

 

 

 

 

Und noch ein kleiner Tip…..

Besorgt Euch mal ein paar wasserfeste Faserstifte ( rot, blau, grün schwarz ). Macht mal die Augen der Wobbler oder auch von Gummi Jigs größer, mit roter Farbe und schwarzer Pupille oder setzt 2, 3 bis 4 schwarze oder grüne Streifen auf den Körper, und die Räuber werden Farbe bekennen.

 

 

Bei den Wobblern kommen wir zur letzten Kategorie,

DER JERKER

Ein „ Mega Superköder „ ( wenn man die richtigen hat )……,

Ich persönlich fische die Dinger am liebsten im Frühjahr und im Hochsommer. Dafür sind sie eigentlich auch gedacht. Wenn die Hechte, an den oder in den Schilfkanten und Krautfeldern stehen und auf Beute warten.

Etwas auffällig oder Naturalmuster ? Am besten man nimmt die etwas auffälligen, also viel Farbe und bunt, und rasseln mit Stahlkugeln usw. ist auch nicht zu verachten. Einen Jerker auf Tiefe zu fischen bringt nix. Das sind Köder die knapp unter der Oberfläche gefischt werden. So max. bis 1 Meter Tiefe, das geht noch.

Die meisten ziehen bei Jerker mit der Rute. Probiert den Führungslauf mal mit der Rolle. Wenn man die Rolle für den Führungsstil nimmt hat man viel mehr Kontakt und kurze schnelle Elemente.

Also den Köder auswerfen, und nach dem Auftreffen auf der Wasseröberfläche in kurzen und schnellen, ruckartigen Drehbewegungen mit der Rolle einholen. Da kann auch mal ein kurzer Stopp drin sein, so das der Jerker ein wenig auf Tiefe wackelt , und danach sofort wieder kurze ruckartige Drehbewegungen. Hier erhält man immer ein direkten Kontakt über die Schnur beim Biss. Es ist so gesehen immer eine Straffung vorhanden. Ein Jerker muss ordentlich flanken und reizen, dann kommen auch die Bisse.

Lasst Euch das mal im Geschäft zeigen. Jerker im Frühjahr und Sommer  –  ein echter Knaller

Das Drop Shot Fischen……..,

eine feinfühlige Fischerei aus den USA. Entwickelt von den Schwarzbarsch Profis und hier in Deutschland für die Zander und Barschfischerei angekommen. Die Drop Shot Montagen können bzw. werden in erster Linie vertikal vom Boot gefischt, können aber mit der richtigen Montage und Gerät auch vom Ufer aus benutzt werden.

Vor allem wird diese Art der Fischerei interessant, wenn Hindernisse und Steilwände das Angeln etwas erschweren.

Beim verticalen Fischen wird der Köder direkt neben dem Boot auf Grund gelassen und man zupft sehr gefühlvoll und langsam den Grund mit dem treibenden Boot ab.

Wenn man vom Ufer aus fischt sollte man eine lange Rute. So ab 300 cm mit direkter Parabolik im Mittelsektor und feinfühliger Spitze nehmen. Da lässt sich der Köder besser führen und man hat mehr Bisserkennung auf den Spitzenbereich. Durch die härtere Mittelkonstruktion kommt beim Anschlag der Köder besser zum Haken.

Auch das Vorfach darf etwas länger sein, und die Köder sollten etwas weiter oben platziert werden ( etwa bei 80 bis 100 cm ) . Das liegt daran, das hier z.T. viel Kraut im Wasser habt und durch die schräge Schnurführung ist der Köder ständig in den Krautfelder. Man muss hier einfach mal probieren und erkennen, wo die Köderanbindung am besten Sinn macht.

Blei unten und Köder oben, so sollte es bei Dropshoten sein……..,

Bei der klassischen Dropshot Montage ist das Vorfach etwa 100 cm lang ( wie gesagt vom Ufer länger, also etwa 150 cm  ), der Köder selbst wird normalerweise etwa bei 40 bis 50 cm Höhe eingebunden. Das Anbinden des Haken macht Ihr am besten mit dem sogen. Palomarknoten.

Am unteren Ende bindet Ihr keinen Wirbel, sondern Ihr benutzt ein langes, schlankes Klemmblei für Dropshot Montagen. Wenn ein Hänger an einer Wurzel oder ähnliches stattfindet, schlüpft das Blei raus und die Restmontage kann gerettet werden. Der Gummiwurm selbst wird nun der Länge nach auf den Haken gezogen. Für Barsche etwa 5 – 6 cm Köder und auf Zander 7 bis 12 cm Köder.

Und dann sollte es doch mal klappen……

Unser letzter Kunstköder sind die „ Gummitiere „……

Gummijigs, Twister usw.

Der erste Gummiköder, der Mitte der 80er auf dem Markt kam hieß „ Mr. Twister „. Entwickelt für die amerik. Schwarzbarschfischerei. Bei uns in Deutschland dauerte es sehr lange, bis sich der Gummi durchsetzte. Er mit dem Verbot des lebenden Köderfisches begann sich das ganze  erst richtig aufzubauen.

Nun gäbe es unglaublich viel zu schreiben und zu erklären. Kann ich so nun gar nicht. Da muss man mal vor Ort einiges „ bequatschen „.

Die Vielzahl der Gummiköder ist schon fast erschreckend. Doch die  meisten Gummiködern dienen im besten Fall dazu, sie einzuschmelzen und einen Squashball daraus zu basteln. Gute Köder sind meiner Meinung nach von Kopyto – Relax – Canelle – einige von Spro und einige von Iron Claw.

Ein guter Gummi Jig muß in der „ Schwanzwurzel „ die Bewegung bringen, also muß dieses Teil auch sehr flexibel sein.

Die Keule soll gut nach unten fallen, umso besser ist die Laufeigenschaft.

Alles durch aus brauchbare Gummiköder. Aber man sollte überlegen wo und wie setzte ich die Dinger ein. Auch Bleikopf ist nicht einfach Bleikopf !

Der normale Rundkopf Jighaken ist wohl der, der am meisten benutzt wird. Passt auch schon so. Aber es gibt auch z.B. Stand Up Köpfe um den Köder vom Boden ab zu heben, und der Fisch kann den Köder besser einsaugen. Mittlerweile sind einige Köder, gerade für die Stand Up Fischerei so gebaut, dass im hinteren Gummiteil Luftkammern sind, um den Köder noch besser vom Boden abzuheben.

 

 

Aufziehen will gelernt sein………..

Zuerst den Jighaken an den Gummi halten und mal schauen wie die Länge des Haken passt.  Der sollte mittig oder im hinteren Drittel sitzen. Auf jeden Fall daraufachten, dass der Haken nicht in der “ Keule oder im Gummischwanz “ einläuft, da verliert der Köder seine Aktivität.

Auc sollte der Jigahaken den Gummi krümmen, da verliert er komplett eine Laufkunst.

 

 

 

 

 

 

 

 

Manche Gummttwister oder Jigs besitzen eine Luftkammer, was den Jig beim Auftreffen auf den Boden nach oben stellt. Eine ganz hervorragende Sache für das Fische auf Zander.

Ein Footballhaken wiederum wird gerne an Steilkanten verwendet.

Ihr seht wo das hinführt….., und doch hat der Gummifisch oder Jig einen Mega Siegeszug hinter sich.

Sie werden auch inzwischen gerne in der Meeresfischerei z.B. an der Ostsee als Beifänger verwendet.

Gummiköder zu führen ist nicht all zu schwer. Der Grundsatz sollte sein „ langsam und nicht hektisch führen „.

Immer schön im Kontakt mit der Schnur bleiben. Und wenn man denkt man fischt langsam, dann ist es meistens immer noch zu schnell. Hier muss sehr viel Gefühl rein.

Hier mal ein paar kleine Hinweise für die einzelnen Raubfische……..,

Hecht

Hochrückige Gummifische, die leicht seitlich etwas flanken und ein langsames und weit ausholendes Keulenspiel haben. Manchmal vor wiegend im Sommer und Frühjahr mit etwas aggressiven Farben. 12 cm bis 25 cm Länge. Auch kann man so manchen Gummifisch ( Shad ) auch zu Gummi Wobbler umfunktionieren. Hier gibt es im Handel verschiedendliche Angebote. Ein Beispiel zeigt einen Gummifisch an einem Savagegear Gummiwobblersystem, die man auch für tote Köderfische verwenden kann. Auch zum Schleppen eignen sich einige dieser Systeme.

 

Rechts Spin – und Schleppsystem von Savagegear und unten Schleppsystem von DAM…..

 

 

Zander

Schlanker Gummifisch. Er soll nur wenig Druck im Wasser bringen. Braucht auch keine hohe Eigenbewegung, das sollte der Angler machen. Gute Farben weiß, weiß/ blau, rot und gelb und auch die natürlichen Muster. Größe etwa 10cm bis 15 cm.

Forelle, Barsch usw.

Kleine, quirlige Gummifische, auch Twister, die variantenreich führen lassen und ordentlich Aktion im Wasser veranstalten. Hier kann man alles an Farben mal ausprobieren. Bei Barsch und Saiblingen sticht die Farbe Rot gut hervor.

Wels

Die größten Gummifische die man kriegen kann, also 25 cm und mehr. Es hat sich allerdings auch gezeigt, das auch große Welse Gummiköder mit oft nur 10 cm einsaugen. Hier ist praktisch alles offen. Von den Farben am besten helle und auffällige Neonmuster nehmen.

Stinger Montage bei den Shads……,

Viele fischen mit den  Shads einen Jighaken als Einzelhaken. Das ist auch so erstmal ganz in Ordnung und wenn der Haken entsprechend passend ist reichts auch oft. Aber oftmals finden auch Angriffe vom Hecht so statt, das er manchmal nicht hängen bleibt, oder er den Gummifisch im hinteren Teil zerfetzt. Das geschieht vor allem im Sommer wenn eine starke und aggressive Angriffswut in im steckt.

Man kann sich nun mit sog. „ Stingerhaken „ oder auch „ Angsthaken „ ( der Hecht hat allerdings keine Angst ) behelfen. Hier wird ein kurzes Stahlvorfach mit einem Drilling zusätzlich im unteren Bereich oder an den Flanken montiert. Wichtig ist, dass der Drilling nicht in den dünnen Schwanzstiel oder der Keule gesteckt wird, sonst ist es mit der Bewegung vorbei.

Hier gibts zum Beispiel von Gamakatzu erstklassige Haken, nennen sich Twin Ex Haken. ( siehe Foto ) . Ideal zum Stingerbau. Der Vorteil an den Haken liegt darin, das zwei große Fanghaken vorhanden sind und ein sehr kleiner Haltehaken für den Gummifisch. Dadurch das der Haltehaken sehr klein ist, behindert er den Gummifisch in seiner Bewegung nicht. Klasse Sache. Auch die kleinen Haltebügel sind von enormen Vorteil…….

                          

So da war mal eine kleine Übersicht, Einführung,. Info Tip, wie auch immer. Wir werden immer wieder mal die Seiten erneuern und evtl. neuen Erkenntnisse mit neuen Techniken einschreiben und hoffen das Ihr dabei immer einige Anregungen usw. findet.

Schön wenn wir uns zum „ Plappern „ und Gedankenaustausch wieder mal sehen.